Welches Gesetz wurde am Kreuz abgeschafft ?
Leider behaupten viele Christen, dass das Gesetz, insbesondere das 4.Gebot - die Sabbatheiligung - durch Jesu Tod abgeschafft oder "erfüllt" sei. Hier gibt es einen großen Trugschluss, denn Jesus selbst hielt uns zum Vorbild alle 10 Gebote und bestätigte in Mt.5,17 "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen." Meistens werden solche Verse ohne Kontext und nicht im Gesamtzusammenhang gelesen und für eine bestimmte Auslegung genutzt, diese zu untermauern. Jedoch gibt es genug weitere Bibelstellen, die belegen, dass Christus die 10 Gebote hielt, ehrte und predigte. Jesus Stellung zum Gesetz ist eindeutig: "Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen." (Mt.5,18-20) Auch hielt Jesu seine Jünger an, ebenso alle Gebote zu beachten und dies auch weiterzugeben.
Was Jesu wirklich ans Kreuz genagelt und somit "abgeschafft" hat, können wir in Kol.2,14 lesen: "Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet." Dieser Schuldschein war die Konsequenz der Übertretung des Gesetzes, die Bestrafung, also letztlich der Tod. Denn durch Jesus Opfertod wurden wir von dieser Strafe freigesprochen. Diese Strafen wurden im AT in den Gesetzen des Mose, dem sog. Zeremonialgesetz festgelegt. Wer etwas gestohlen hatte, dem wurde die Hand abgehackt, wer Ehebruch begang, der wurde gesteinigt.
Der Denkfehler vieler liegt jedoch darin, dass sie diese beiden Gesetze verwechseln und sich damit vom ewig gültigen Sittengesetz, den 10 Geboten, freisprechen wollen. Das Sittengesetz wird auch "Gesetz der Freiheit" genannt (Jak.1,25; 2,12), das nicht zur Knechtschaft (unter der Sünde) führt, sondern zur wahren Freiheit, wenn Gläubige es in die Tat umsetzen, indem sie Gott von ganzem Herzen lieben (Gebote 1-4) und ihren Nächsten wie sich selbst (Gebote 5-10). Die Strafe, die Konsequenz, der Schuldschein wurde durch Jesu Opfer ´ans Kreuz genagelt, nicht jedoch das Gesetz selbst.
Ein gutes Beispiel hierfür ist der Fall der Geschwindigkeitsüberschreitung. Du fährst zu schnell und wirst geblitzt, bekommst einen Strafzettel, wirst dazu angehört. Stell dir vor, du stehst damit vor dem Richter und dieser fragt dich, warum du zu schnell gefahren bist. Du erklärst, dass du das Schild nicht gesehen, nicht daran gedacht hast oder schnell zu einem Termin musstest. Der Richter fragt dich, ob du es wieder tun wirst. Du beteuerst, dass du dich fortan an das Tempolimit halten wirst. Du zahlst eine Geldbuße und da du dich reuig gezeigt hast schenkt dir der Richter einen Vertrauensvorschuss und lässt dich gehen. Ist nun damit das Gesetz zur Regelung der Geschwindigkeiten vom Richter für dich aufgehoben, abgeschafft oder aufgelöst worden? Natürlich nicht. Symbolisch trägt Christus unsere Schuld und hat dafür gesühnt bzw. `bezahlt´. Jedoch bleibt die Regelung weiter bestehen, die Recht und Ordnung im Zusammenleben garantieren soll. Ohne dieses Gesetz gäbe es nur Unordnung und Chaos.
Weil jeder Mensch eine andere Wahrnehmung und Vorstellung von Richtig und Falsch besitzt und unterschiedliche Maßstäbe setzt, hat uns Gott sein gutes, gerechtes und heiliges Gesetz - die 10 Gebote - gegeben, um die Ordnung auf der Erde, ja sogar im ganzen Universum zugarantieren. "Es bleibt also dabei: Das Gesetz selbst entspricht Gottes Willen; jedes einzelne Gebot ist heilig, gerecht und gut." - Röm.7,12 Es gibt keinen Streit, wenn sich jeder an die Gebote hält. Jedes einzelne hat seine Berechtigung und seinen Sinn. Nicht eins davon kann aufgelöst oder verändert werden, da es Gott für seine Geschöpfe und ihren Schutz festgesetzt hat. Gottes Willen entspricht seinem Charakter, und sein Charakter entspricht seinem Gesetz.
Jenseits des Gewöhnlichen
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