Gibt es eine ewig brennende Hölle?

Es gibt kaum einen Menschen, der noch nicht davon gehört hat. Gemeint ist die Hölle. Was aber ist die Hölle? Etwa ein Ort, irgendwo im Inneren der Erde, wo Menschen für alle Ewigkeiten gequält und gefoltert werden? Ist es das Fegefeuer? Oder gar nur ein erdachtes Machtmittel der Kirche, um Menschen durch Angst in die Nachfolge zu führen? Die Bibel erwähnt eine Hölle. Auch Jesus tat es. Von daher ist es wichtig zu wissen, was die Bibel mit der Hölle meint.

Warum es keine ewig brennende Hölle geben kann

Die biblische „Hölle“ gilt nicht als Ort, an dem Menschen bereits jetzt ewig gequält werden, sondern als Teil des endzeitlichen Gerichts über die Ungerechten. Dieses Gericht findet laut den unten angeführten Bibelstellen erst am Ende der Welt statt, weshalb sich gegenwärtig noch kein verlorener Mensch in der Hölle befindet. Die Toten ruhen bis zur Auferstehung in den Gräbern; die Gerechten werden bei der Wiederkunft Christi auferweckt, die Ungerechten erst nach den tausend Jahren zum Gericht.

Der christliche Glaube lehnt die Vorstellung einer unsterblichen Seele ab und betont, dass der Mensch im Tod ohne Bewusstsein ist und der „zweite Tod“ die endgültige Strafe der Gottlosen darstellt. Nach den tausend Jahren werden die auferstandenen Gottlosen zusammen mit Satan durch das Feuergericht auf der Erde vernichtet, sodass die Sünde endgültig beseitigt wird. Eine ewig brennende Hölle, in der Gott Menschen ohne Ende bewusst leiden lässt, wäre mit dem Wesen eines liebenden Gottes nicht vereinbar, denn sie würde Leid und Sünde ewig fortbestehen lassen. Gerade deshalb wird die Vernichtung der Sünde und der unbußfertigen Gottlosen als ein Akt der Liebe und Gerechtigkeit Gottes verstanden: Er beendet das Böse endgültig, damit es in der neuen Schöpfung keinen Tod, keinen Schmerz und kein Leid mehr gibt.

Die Strafe geschieht nach den Werken jedes Menschen, endet aber nicht in ewiger Qual, sondern in endgültiger Vernichtung und im Ausschluss vom Reich Gottes. Gleichzeitig hebt der Text Gottes Gerechtigkeit und Liebe hervor, weil er durch Jesus Christus einen Rettungsweg geschaffen hat, damit Menschen Vergebung und ewiges Leben erhalten können.

Ein ausführlicheres Studium mit Bibelangaben findest du hier:

https://dasgeheimnis.de/web/feuersee-hoelle.htm

Die zwei Auferstehungen

Die Auferstehung des Lebens ist die erste Auferstehung. Sie betrifft die Gerechten, also diejenigen, die Christus treu geblieben sind. Sie werden bei der Wiederkunft Christi auferweckt oder verwandelt und regieren mit ihm tausend Jahre. Über sie hat der zweite Tod keine Macht.

Die Auferstehung des Gerichts ist die zweite Auferstehung. Sie geschieht erst nach den tausend Jahren. Sie betrifft die Ungerechten, die nicht an der ersten Auferstehung teilhatten. Nach ihrer Auferstehung wird Satan noch einmal losgelassen, verführt die Gottlosen erneut, und danach kommt das endgültige Gericht.

Der wichtigste Unterschied ist also:

Die erste Auferstehung führt zum Leben mit Christus.
Die zweite Auferstehung führt zum Gericht über die Gottlosen.

 

Eine detailliertere Ausarbeitung findest du hier: 

https://dasgeheimnis.de/web/tod_auferstehung.htm

Buchempfehlung: Vom Schatten zum Licht ("Der große Kampf")

Die Autorin des Buches erklärt in Kapitel 33, dass der Tod kein bewusstes Weiterleben der Seele ist, sondern ein Schlaf bis zur Auferstehung; die Hoffnung der Gläubigen liegt deshalb nicht in einer unsterblichen Seele, sondern in der Wiederkunft Christi. Sie stellt außerdem dar, dass Gottes Gericht nicht ewige bewusste Qual bedeutet, sondern dass Gott am Ende Sünde, Tod und das Böse endgültig beseitigt, damit die Erlösten ewiges Leben empfangen können.

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"Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten, aber der Weg der Frevler wird vergehen."

Psalm 1,6