Die Lehre der unsterblichen Seele

Die Bibel beschreibt den Menschen nicht als ein Wesen, das eine unsterbliche Seele besitzt, die unabhängig vom Körper weiterlebt. Vielmehr zeigt sie, dass der Mensch selbst durch Gottes Schöpfung zu einer lebendigen Seele wurde. In 1. Mose 2,7 heißt es: „Da bildete Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies den Odem des Lebens in seine Nase; und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ Der Mensch bekam also nicht eine Seele eingesetzt, sondern er wurde eine Seele: Körper aus Erde plus Lebensodem von Gott ergibt lebendiges Wesen. Auch Hesekiel 18,4 sagt deutlich: „Die Seele, die sündigt, soll sterben.“ Wenn die Seele sterben kann, ist sie nach biblischer Aussage nicht von Natur aus unsterblich. Ebenso erklärt Prediger 9,5: „Die Toten wissen nichts“, und Prediger 9,10 sagt, dass im Totenreich kein Wirken, Denken, Erkennen oder Weisheit ist. Der Tod wird in der Bibel deshalb oft mit Schlaf verglichen, zum Beispiel in Johannes 11,11–14, wo Jesus über Lazarus sagt, er schlafe, und dann erklärt: „Lazarus ist gestorben.“ Die Hoffnung der Bibel liegt daher nicht in einer unsterblichen Seele, sondern in der Auferstehung der Toten bei Christi Wiederkunft, wie 1. Korinther 15,51–54 zeigt. Erst dann wird das Sterbliche „Unsterblichkeit anziehen“. Nach biblischem Verständnis ist Unsterblichkeit also kein natürlicher Besitz des Menschen, sondern eine Gabe Gottes durch Christus.

Zwei Meinungen - aber nur die Bibel hat Recht

In der Christenheit wird der Begriff „Todesschlaf“ sehr unterschiedlich ausgelegt. Während die Bibel den Tod von Gläubigen oft als „entschlafen“ bezeichnet, reicht das Spektrum der Deutungen von einem völligen Bewusstseinsverlust bis hin zur reinen Metapher für die Ruhe des Körpers. 

Die verschiedenen Auffassungen im Überblick:

 

1. Seelenschlaf (Psychopannychie)

Einige Denominationen (wie die Siebenten-Tags-Adventisten, die Zeugen Jehovas und bestimmte freikirchliche Gruppen) glauben, dass der Mensch nach dem Tod als Ganzes aufhört zu existieren bzw. völlig bewusstlos ist.

  • Die Vorstellung: Die Seele ist nicht unsterblich. Die Toten „schlafen“ im Grab und nehmen weder Zeit noch Leid wahr. Sie existieren nur noch im Gedächtnis Gottes, bis sie am Jüngsten Tag auferweckt werden. 

 

2. Bewusstes Weiterleben (Unsterblichkeit der Seele)

Die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen und viele evangelische/landeskirchliche Strömungen lehnen den Seelenschlaf strikt ab.

  • Die Vorstellung: Der Körper mag im Grab „schlafen“ und verwesen, aber die Seele oder der Geist des Menschen existiert nach dem Tod unmittelbar und bewusst weiter. Man ist entweder sofort in der Gegenwart Gottes (Himmel/Paradies) oder befindet sich im Zustand der Läuterung (Fegefeuer).

 

3. Der Schlaf als Metapher (Trostgedanke)

Unabhängig davon, ob man an Bewusstsein glaubt oder nicht, nutzt die gesamte Christenheit den Begriff des „Entschlafens“ als Trostmetapher.

  • Die Bedeutung: Der Tod verliert seinen Schrecken. Er wird von einer bedrohlichen, endgültigen Auslöschung in einen Zustand der Ruhe verwandelt, aus dem die Gläubigen durch Gott eines Tages wieder aufgeweckt werden.

Was sagt uns Gottes Wort selbst?

Die Bibel bezeichnet den Zustand des Todes oft als „Schlaf“. Das liegt daran, dass die Toten am Ende der Zeit tatsächlich „erweckt“ (auferweckt) werden, einige, wie Gabriel sagt, „zum ewigen Leben, andere zur ewigen Verachtung“.

Die Bibel sagt, dass die Toten „nichts wissen“ (Prediger 9,5), dass sie „den Herrn nicht preisen“ (Psalm 115,17) und dass ihre Gedanken vergehen (Psalm 146,4).

Was sagt Jesus über die Toten?
Jesus „sagte zu ihnen: ‚Unser Freund Lazarus schläft, aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.‘ Da sagten seine Jünger: ‚Herr, wenn er schläft, wird er gesund werden.‘ Jesus aber sprach von seinem Tod, sie aber dachten, er spreche davon, dass er sich im Schlaf ausruhe. Da sagte Jesus ihnen offen: ‚Lazarus ist gestorben.‘“ (Johannes 11,11–14 NKJV).

Er sagte auch: „Das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es am letzten Tag auferwecke“ (Johannes 6,39).

Jesus sagt, dass die Toten wirklich tot sind. Sie sind noch nicht im Himmel, noch sind sie in der Hölle. Sie „schlafen“ und warten auf die Auferstehung „am letzten Tag“.

Warum ist es wichtig, dass du die Wahrheit über die Toten kennst?
Satans erste Lüge lautete: „Ihr werdet keineswegs sterben.“ (1.Mose 3,4)

Seitdem hat er viele, sogar aufrichtige Christen, davon überzeugt, dass man, wenn man stirbt, nicht wirklich tot ist. Wenn Satan Sie davon überzeugen kann, dass die Toten leben und mit Ihnen kommunizieren können, kann er diesen Glauben nutzen, um Sie um Ihr ewiges Erbe zu betrügen, so wie er Adam und Eva um ihren Gartenparadies betrogen hat.

Du könntest zum Beispiel glauben, dass deine verstorbene Großmutter dich besucht und dir sagt, dass dein Pastor böse ist, dass jede Religion vor Gott akzeptabel ist oder was auch immer dich von deinem liebenden Vater, seiner Wahrheit und seinem Reich abbringen könnte. Du musst das Wort Gottes und den Gott des Wortes kennen. Lies jeden Tag fleißig in der Heiligen Schrift und bete regelmäßig, damit deine Verbindung zum Himmel sicher bleibt und dein Wissen über Gott wächst.

Eindeutige Verse zum Seelenschlaf

  1. Joh.11, 11-14
  2. Dan.12,2
  3. Apg.13,36
  4. 1.Thess.4,13
  5. Pred.9,5
  6. 1.Tim.6,16
  7. 1.Kor.11,30
  8. Mt.27,52
  9. Joh.20,17

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Kontroverse Verse richtig auslegen

  1. Lk.23,43
  2. Phill.1,21-23
  3. Lk.16, 19-31

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Kann man mit Toten kommunizieren ?

Anhand ausdrücklicher Bibelverse sehen wir, dass die Lehre einer unsterblichen Seele, und damit auch das Vorhandensein von noch lebendigen, vergeistlichten Verstobenen eine Irrlehre ist. Daher drückt sich Gott unmissverständlich gegen einen Kontakt mit angeblich Verstorbenen aus. In der Bibel steht nicht einfach nur „Rede nicht mit Toten“, sondern es wird ziemlich deutlich verboten, Tote zu befragen, Geisterbeschwörung zu betreiben oder Verstorbene wie geistliche Autoritäten zu behandeln.

Nochmal die wichtigsten Stellen:

1.    5. Mose 18,10–12 — Totenbefragung ist verboten

„Dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der … Wahrsagerei treibt, Zauberei, Beschwörung … oder die Toten befragt. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel.“

Das ist die stärkste Stelle. Hier wird ausdrücklich verboten, Tote zu befragen.

 

2.    3. Mose 19,31 — nicht an Totengeister wenden

„Ihr sollt euch nicht zu den Totengeistern und zu den Wahrsagegeistern wenden; sucht sie nicht auf, dass ihr euch an ihnen verunreinigt.“

Hier geht es darum, dass man keine geistliche Hilfe, Führung oder Botschaft bei Toten/Geistern suchen soll.

 

3.    3. Mose 20,6 — Gott stellt sich gegen solche Praxis

„Wenn sich jemand zu den Totengeistern und Wahrsagegeistern wendet … so will ich mein Angesicht gegen diese Person richten.“

Das zeigt: Für die Bibel ist das nicht harmlos oder „nur Interesse“, sondern geistlich gefährlich.

 

4.    Jesaja 8,19–20 — nicht Tote, sondern Gott befragen

„Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Soll man für die Lebenden die Toten befragen? Hin zur Weisung und zum Zeugnis!“

Das ist sehr passend: Für Lebende sollen nicht Tote befragt werden. Maßstab ist Gottes Wort, nicht Botschaften aus der Geisterwelt.

 

5.    1. Samuel 28 — Saul und die Totenbeschwörerin von Endor

König Saul sucht eine Totenbeschwörerin auf, damit sie Samuel heraufbringt. Das wird in der Bibel negativ dargestellt. Später wird Saul dafür mitverurteilt.

 

6.    1. Chronik 10,13–14 — Saul starb auch wegen Totenbefragung

„So starb Saul wegen seiner Untreue … auch weil er eine Totenbeschwörerin befragt hatte … den HERRN aber befragte er nicht.“

Das ist wichtig, weil es zeigt: Die Bibel bewertet Sauls Handlung eindeutig als Schuld.

 

7.    Prediger 9,5–6.10 — die Toten wissen nichts

„Die Toten aber wissen nichts … ihr Lieben und ihr Hassen und ihr Eifern ist längst vergangen.“

Nach dieser Sicht können Tote nicht als aktive Ratgeber, Schutzgeister oder Mittler dienen.

 

8.    Psalm 115,17 — die Toten loben Gott nicht

„Die Toten rühmen den HERRN nicht.“

Das passt zur biblischen Sicht: Tote sind nicht als bewusste himmlische Vermittler ansprechbar.

 

9. 1.    Timotheus 2,5 — nur Christus ist Mittler

„Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus.“

Das spricht gegen die Idee, Verstorbene als geistliche Vermittler anzurufen. Die Bibel setzt Christus als einzigen Mittler.

 

Kurz gesagt

Die Bibel verbietet vor allem drei Dinge:

  1. Tote befragen — 5. Mose 18,10–12; Jesaja 8,19
  2. Kontakt zu Totengeistern suchen — 3. Mose 19,31; 20,6
  3. Verstorbene als geistliche Mittler behandeln — 1. Timotheus 2,5

Ehren im Sinn von respektvoll erinnern ist etwas anderes. Zum Beispiel: Man darf Verstorbene würdevoll begraben, sich an ihr gutes Beispiel erinnern oder ihre Lebensgeschichte achten. Aber anbeten, anrufen, befragen oder geistliche Hilfe von ihnen erwarten widerspricht der Bibel klar.

 

Fazit:

Diese Warnungen und Verbote Gottes bestätigen also, dass es keine unsterbliche Seele und somit keine Geister im Sinne von verstorbenen Menschen gibt. Es handelt sich hierbei um gefallene Engel, die sich als lebendige Tote ausgeben. Mehr dazu hier: 


Das Thema Auferstehung der Toten (Erste und zweite Auferstehung) und Himmel oder Hölle wird hier beschrieben:  

„Der Tod der Gläubigen ist kein bewusstes Weiterleben im Himmel, keine Qual und kein Kontakt mit den Lebenden. Er ist ein stiller, unbewusster Schlaf in Christus. Die Verstorbenen ruhen sicher, bis Jesus wiederkommt und sie aus den Gräbern ruft. Der Trost liegt nicht in einer unsterblichen Seele, sondern in der sicheren Auferstehung bei der Wiederkunft Christi."

Ellen White