Wie lese ich die Bibel so, dass ich sie auch verstehe ?

Adventisten gehören zu denjenigen Christen, die ein großes Wissen an biblischen Inhalten besitzen, da sie dem Grundsatz "Sola Scriptura" folgen und das Schriftstudium unter Gebet ein elementarer Baustein in ihrem Glaubensleben ist. Wöchentliche bis tägliche Lektionen erweitern kontinuierlich den Wissensschatz über die göttlichen Wahrheiten der Bibel. Gibt es beim Bibellesen einen Fahrplan? Wie deute ich die ganzen Symbole und woher weiß ich, wann welche Stelle buchstäblich oder metaphorisch gemeint ist?

Die Bibel ist für jeden verständlich

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1. Nie ohne den Heiligen Geist

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2. Verschiedene Übersetzungen

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3. Kontextbezogen lesen

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Bibelstudium (mit KI)

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Die Bücher Mose 

Die 5 Bücher Mose heißen auch Tora/Pentateuch und erzählen von Gottes Ursprungsgeschichte mit der Welt und Israel: Schöpfung, Sündenfall, Sintflut, Abraham, Isaak, Jakob und Josef.
Danach folgen Moses Geburt, der Auszug aus Ägypten, die 10 Plagen, das Passah, der Durchzug durchs Rote Meer und der Bund am Sinai mit den Zehn Geboten.
In Levitikus, Numeri und Deuteronomium geht es um Opfer, Reinheit, Priester, Wüstenwanderung, Israels Versagen und Moses Abschiedsreden vor dem Einzug ins verheißene Land.
Traditionell gelten sie als von Mose verfasst; historisch-kritisch nimmt man meist an, dass ältere Überlieferungen später gesammelt, geordnet und redaktionell bearbeitet wurden.

Das AT 

Das reatliche Alte Testament erzählt vor allem Israels Geschichte vom Einzug ins Land Kanaan über Richter, Könige, Reichsteilung, Exil und Rückkehr: Josua, Jericho, Simson, Ruth, David und Goliath, Salomo, Elia, Ester, Daniel.
Dazu kommen Psalmen, Sprüche, Hiob, Prediger und Hohelied, also Gebete, Weisheit, Leidensfragen und Lob Gottes.
Die Propheten wie Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel und die zwölf kleinen Propheten rufen Israel zur Umkehr und verweisen auf Gericht, Hoffnung und den kommenden Messias.
Entstanden sind diese Schriften über viele Jahrhunderte durch Propheten, Könige, Schreiber und Weisheitslehrer; sie wurden gesammelt, überliefert und später als heilige Schrift Israels geordnet.

Die Evangelien

Die vier Evangelien erzählen das Leben, Wirken, Sterben und die Auferstehung Jesu: Geburt, Taufe, Versuchung, Bergpredigt, Gleichnisse, Heilungen, Kreuzigung und leeres Grab.
Matthäus betont Jesus als Messias Israels,  Markus als leidenden Gottessohn,  Lukas als Retter für alle Menschen und  Johannes besonders Jesu göttliche Identität.
Markante Geschichten sind z. B. Speisung der 5000, verlorener Sohn, barmherziger Samariter, Lazarus, Abendmahl, Gethsemane und Emmaus.
Entstanden sind sie im 1. Jahrhundert n. Chr. aus Augenzeugenüberlieferung, mündlicher Verkündigung und schriftlicher Sammlung der Jesusberichte.

Das NT

Das restliche Neue Testament zeigt, wie sich die erste Gemeinde nach Jesu Auferstehung ausbreitete: Pfingsten, Petrus, Stephanus, Paulus’ Bekehrung und Missionsreisen stehen besonders in der Apostelgeschichte.
Die Briefe erklären Glauben, Gnade, Gemeinde, Heiligung, Liebe, Leid, Wiederkunft und praktische Nachfolge,  z. B. bei Paulus, Petrus, Johannes, Jakobus und Judas.
Die Offenbarung gibt in prophetischer Bildsprache die gesamte Heilsgeschichte von Anfang bis Ende wieder: den Kampf zwischen Gut und Böse, Verfolgung, Gericht, Jesu Wiederkunft und die neue Erde. 
Entstanden sind diese Schriften im 1. Jahrhundert n. Chr. durch Apostel und ihre Mitarbeiter, meist als Briefe an Gemeinden oder Einzelpersonen.