Die Evolutions - "Theorie"
„99 % aller Wissenschaftler halten Wissenschaft für eine verlässliche Basis, um Schlüsse zu ziehen. Vor 100 Jahren war die Wissenschaft fest davon überzeugt, dass Frauen von Natur aus minderbegabt sind. Seit 1900 wurde dies lebhaft diskutiert. Die Wissenschaft hat Marxismus-Leninismus für Wissenschaft gehalten. Die Wissenschaft hat die nationalsozialistische Rassenkunde für vernünftig gehalten. Die Wissenschaft hat jeden Unsinn, der sich anbot, immer legitimiert. Es ist vollkommen absurd, sich sicherheitshalber auf Wissenschaftler zu berufen. Wissenschaft ist etwas Dynamisches. Wissenschaft ist dazu da, zu verifizieren und zu falsifizieren. Jede wissenschaftliche Erkenntnis steht frei, um von der nächsten wissenschaftlichen Erkenntnis überholt und richtiggestellt zu werden. Das ist Wissenschaft.“
Henryk Broder (dt.Publizist und Buchautor)
Warum Bibelgläubige dem Schöpfungsbericht den Vorrang geben
Wer als grundlegende Voraussetzung akzeptiert, dass die Bibel tatsächlich die zuverlässige Offenbarung des allwissenden Gottes ist, gelangt bei der Frage nach dem Ursprung der Welt zu einer anderen Ausgangslage als eine rein naturalistische Naturwissenschaft. Wissenschaftliche Erkenntnis bleibt menschliche Erkenntnis: Sie beobachtet gegenwärtige Daten, entwickelt daraus Modelle und rekonstruiert Vorgänge, bei denen heute kein Mensch unmittelbar anwesend war. Diese Modelle können außerordentlich leistungsfähig sein, bleiben aber grundsätzlich überprüfbar, korrigierbar und gegebenenfalls falsifizierbar. Die Wissenschaftsgeschichte zeigt vielfach, dass Vorstellungen, die eine Generation für sehr sicher hielt, später erweitert, verändert oder verworfen wurden. Gerade diese Bereitschaft zur Korrektur gehört zur Stärke wissenschaftlicher Forschung – zeigt aber zugleich ihre erkenntnistheoretische Begrenzung.
Der biblische Schöpfungsbericht erhebt dagegen den Anspruch, nicht lediglich eine menschliche Rekonstruktion der Vergangenheit zu sein. Wenn Gott tatsächlich Schöpfer der Welt und Urheber der Schrift ist, dann berichtet hier nicht ein später Beobachter über etwas, das er aus Fossilien oder Gesteinen erschließen muss, sondern derjenige offenbart den Ursprung, der selbst dabei war und ihn bewirkte. Aus dieser Voraussetzung entsteht für Bibelgläubige eine klare Erkenntnishierarchie: Gott besitzt vollständiges Wissen, der Mensch nur begrenztes Wissen. Deshalb sagt die Schrift: „Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand“ (Sprüche 3,5). Jesaja 55,8–9 erinnert ebenso daran, dass Gottes Gedanken die menschlichen Gedanken weit übersteigen.
Damit ist nicht gemeint, dass der Mensch seinen Verstand ausschalten oder wissenschaftliche Forschung ablehnen soll. Im Gegenteil: Die Bibel fordert wiederholt zum Prüfen, Nachdenken und Erforschen auf. Der Unterschied liegt darin, dass menschliche Erkenntnis nicht zum letzten Maßstab über Gottes Offenbarung erhoben wird. Naturwissenschaft kann Fossilien untersuchen, DNA vergleichen, Sedimentschichten analysieren und biologische Veränderungen beobachten. Sobald daraus jedoch eine umfassende Rekonstruktion der fernsten Vergangenheit entsteht, arbeitet auch sie mit Annahmen darüber, wie heutige Beobachtungen auf vergangene, nicht direkt beobachtbare Ereignisse zurückgeführt werden können.
Gerade bei Ursprungsfragen ist diese Unterscheidung wichtig. Niemand konnte experimentell beobachten, wie das erste Leben entstand, wie die ersten biologischen Informationssysteme entstanden oder wie die früheste Geschichte der Erde tatsächlich verlief. Wissenschaft versucht, aus vorhandenen Spuren die wahrscheinlichste natürliche Entwicklung zu rekonstruieren. Der bibelgläubige Schöpfungsansatz beginnt dagegen mit der Überzeugung, dass Gott diese früheste Geschichte selbst offenbart hat. Deshalb werden Naturbeobachtungen nicht ignoriert, sondern innerhalb dieses offenbarten historischen Rahmens interpretiert.
Auch die wissenschaftliche Methode besitzt eine bewusste Grenze: Sie sucht nach natürlichen, regelmäßig untersuchbaren Ursachen. Dieses Vorgehen ist für experimentelle Forschung außerordentlich erfolgreich. Es kann jedoch keinen übernatürlichen Schöpfungsakt unmittelbar testen. Daraus folgt nicht, dass ein Schöpfer widerlegt wäre. Würde man aus der Tatsache, dass Naturwissenschaft methodisch nur natürliche Ursachen untersucht, schließen, dass ausschließlich natürliche Ursachen existieren können, wäre dies keine naturwissenschaftliche Feststellung mehr, sondern eine philosophische Annahme des Naturalismus.
Aus bibelgläubiger Sicht ist deshalb entscheidend, wissenschaftliche Modelle nicht mit absoluter Wahrheit gleichzusetzen. Evolutionäre Modelle können viele biologische Beobachtungen erklären und besitzen innerhalb der heutigen Wissenschaft eine hohe Akzeptanz. Trotzdem bleiben sie menschliche Rekonstruktionen. Die Tatsache, dass eine Mehrheit von Wissenschaftlern einem Modell zustimmt, macht dieses Modell nicht unfehlbar; wissenschaftliche Wahrheit wird nicht durch Mehrheitsentscheidung festgelegt. Konsens kann ein starkes Indiz dafür sein, dass ein Modell die gegenwärtigen Daten gut erklärt, aber er besitzt nicht dieselbe erkenntnistheoretische Bedeutung wie die Offenbarung eines allwissenden Gottes – vorausgesetzt, dass diese Offenbarung tatsächlich als solche anerkannt wird.
Damit verschiebt sich die entscheidende Frage. Für den Bibelgläubigen lautet sie nicht zuerst: „Welches Modell besitzt gegenwärtig die größte wissenschaftliche Mehrheit?“, sondern: „Ist die Bibel tatsächlich Gottes zuverlässige Offenbarung?“ Wird diese Frage mit Ja beantwortet, dann ist es logisch konsequent, bei einem wirklichen Widerspruch zwischen einer eindeutigen Aussage der Schrift und einer veränderbaren menschlichen Rekonstruktion der Vergangenheit der Schrift den Vorrang zu geben.
Das bedeutet nicht Wissenschaftsfeindlichkeit, sondern eine Unterscheidung der Erkenntnisquellen. Wissenschaft erforscht die Schöpfung mit begrenzten menschlichen Mitteln; die Bibel beansprucht, vom Schöpfer selbst Auskunft über Ursprung, Sinn und Geschichte der Welt zu geben. Wissenschaftliche Modelle können sich verändern – Gottes Wissen über das, was tatsächlich geschehen ist, nicht.
Aus dieser Perspektive wird der biblische Schöpfungsbericht nicht deshalb angenommen, weil alle naturwissenschaftlichen Fragen bereits beantwortet wären, sondern weil Bibelgläubige dem Zeugnis dessen vertrauen, der nach ihrem Verständnis Schöpfer, Augenzeuge und allwissender Urheber der Geschichte ist. Deshalb bleibt das biblische Prinzip maßgeblich: menschliche Erkenntnis ernst nehmen und prüfen, sie aber nicht über die Offenbarung Gottes stellen.
Schöpfung oder Evolution? Heute gehts um den verdeckten Krieg zwischen Evolutionisten und Kreationisten, bei dem beide nicht ganz unschuldig sind. Das macht eine sachliche Diskussion fast unmöglich. Wir wollen heute versuchen, in einem dialogischen Gedankenweg einer sachlichen Diskussion nachzugehen und dazu wird ein Schachspiel dienen, bei dem jeder Zug gleichzeitig ein Ansatz ist, wenn es um den Gedanken oder um die Frage geht: "Hat Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen?"
Woher kommt die Welt? Prof. Dr. Veith nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, die in den unermesslichen Weiten des Universums beginnt. Was verrät uns die Struktur des Alls über seine Entstehung und sein Alter? Welche Erklärungen liefert die Naturwissenschaft? Die zweite große Station der Reise ist unser eigener Planet. Wir befragen die »stummen Zeugen«, die Steine, nach dem Alter und der vergangenen Geschichte der Erde und betrachten u. a. Gesteinsschichten im Grand Canyon und den südafrikanischen Zederbergen. Wie sind Kohleschichten entstanden? Wieviel Zeit ist nötig, um einen Canyon zu formen? Welchen Einfluss hat Erosion? Und sind Steine tatsächlich immer »steinalt«? Dieser Vortrag liefert überraschende Fakten, die zeigen, dass viele weit verbreitete Vorstellungen auf äußerst unsicheren Beinen stehen.
• Das All -- Dimensionen jenseits der Vorstellungskraft
• Das Rotlicht-Phänomen
• Der Urknall und seine Probleme: kosmologisches Prinzip, allgemeine Relativität und Kreisbewegung
• Altersbestimmung und die zahlreichen Prämissen der Radiometrie
• Flache Sedimentschichten und die Wirkung von Erosion
• Bäume, Meeresorganismen und die Entstehung der Steinkohle
• Gesteinsformationen (V-Form-Canyons, Höhlungen, Säulen) und der Faktor »Wasser«
• »Steinalt« oder »steinjung«?
• Tropfsteine, Edelsteine und der Fall der HMS Birkenhead
Hat Gott die Welt so geschaffen und gewollt, wie sie jetzt ist? Faszinierende Erklärungen aus Sicht eines Wissenschaftlers für die Widersprüche in einer Natur, die sowohl Schönheit als auch Grausamkeit offenbart.
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